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Unlängst bat meine Zugehfrau um ein Vieraugengespräch. In Tränen aufgelöst gab sie mir zu verstehen, dass es ihr fürderhin nur noch einmal die Woche möglich sei, sich um meine Haushaltsführung zu kümmern.



Sie sei nämlich, so sagte sie mir, "alleinerziehend", sprich der Gatte über alle Berge, und somit ganz allein für die kleine Leonora-Gina-Tia (8) und den kleinen Marvin-Balthasar (6) verantwortlich. Zudem gäbe es da ja noch den Hund "Frodo-Mogli" (9). Und nachdem es ihr finanziell nicht möglich sei, die Halblinge in den Hort zu stecken, sei Ihre Präsenz daheim nahezu alternativlos.
Hach, diese Frauenzimmer! Leben in sogenannten "alternativen Lebensgemeinschaften" (das heißt: ohne Gatten) und sind trotzdem nicht wenigstens zu Ansätzen von kreativem Denken imstande.

Meine Lösung der ganzen Misere: von nun an passen jeweils abwechselnd die Kinder auf den Hund und der Hund auf die Kinder auf. Die Mama hingegen kann somit sogar noch länger für mich arbeiten und sich auf diesem Weg ein schönes Zubrot verdienen. Redliche Herren im heiratsfähigen Alter achten schließlich auch auf solide Verhältnisse.

Was bin ich nur für ein guter Mensch!
  und  finden das knorke.